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Substack sichern: Beiträge, Bilder und Abonnenten

Substack sichern, aber vollständig: offizieller Export für Beiträge und Abonnenten plus Offline-ZIP mit lokal gespeicherten Bildern. Was jede Kopie auslässt.

Website Downloader 9 Min. Lesezeit

Wer Substack vollständig sichern will, braucht zwei Kopien. Die erste ist der Export von Substack selbst. Er enthält Ihre Beitragstexte und Ihre Abonnentenliste. Die zweite ist eine Offline-Kopie Ihrer öffentlichen Seite. Sie bewahrt Bilder, Navigation und Archivseite und funktioniert auch dann, wenn Substack verschwindet. Der Export allein reicht nicht, denn exportierte Beiträge laden ihre Bilder unter Umständen weiterhin von den Servern von Substack. Diese Anleitung zeigt beide Schritte, was jeder davon auslässt und wie Sie die beiden Kopien kombinieren.

Was zu einem vollständigen Substack-Backup gehört

Überlegen Sie vorab, was Sie bräuchten, um Ihren Newsletter wieder aufzubauen oder zu belegen, falls Ihr Konto morgen weg wäre. Bei den meisten Autorinnen und Autoren sieht die Liste so aus:

  • Beitragstexte, einschließlich des vollständigen Texts bezahlter Beiträge.
  • Bilder, gespeichert als echte Dateien und nicht als Links, die zurück zu Substack zeigen.
  • Abonnenten: E-Mail-Adressen sowie der Status kostenlos oder bezahlt, falls Sie umziehen wollen.
  • URLs und Datumsangaben, damit Sie nach einem Umzug Weiterleitungen einrichten und die Chronologie erhalten können.
  • Das Leseerlebnis: Archivseite, Über-Seite, Design und die Links zwischen den Beiträgen. So bleibt das Backup etwas, in dem Sie blättern können, statt nur ein Haufen Dateien zu sein.

Kein einzelnes Werkzeug deckt alle fünf Punkte ab. Nur der Substack-Export liefert die Abonnenten und die Inhalte hinter der Bezahlschranke. Ein Crawl der öffentlichen Seite ist der zuverlässige Weg zu eigenständigen Seiten mit lokalen Bildern. Zusammen decken beide die Liste ab.

Schritt 1: Beiträge und Abonnenten mit dem offiziellen Export sichern

Substack hat in den Einstellungen der Publikation einen eingebauten Export. Die genauen Menübezeichnungen haben sich im Lauf der Zeit geändert. Suchen Sie in den Einstellungen nach einem Bereich namens Import/Export oder Exports.

  1. Öffnen Sie Ihr Substack-Dashboard und gehen Sie zu Settings.
  2. Suchen Sie den Bereich für Import/Export und starten Sie einen neuen Export.
  3. Warten Sie, bis Substack die Datei vorbereitet hat. Je nach Umfang Ihres Newsletters kann das eine Weile dauern. Möglicherweise erhalten Sie eine Benachrichtigung oder E-Mail, sobald sie fertig ist.
  4. Laden Sie die ZIP-Datei herunter und bewahren Sie sie an einem Ort auf, der nicht an Ihren Substack-Login gebunden ist, etwa auf einer externen Festplatte oder in einem separaten Cloud-Konto.

Öffnen Sie die ZIP-Datei sofort und prüfen Sie den Inhalt. Er kann sich ändern und von dem abweichen, was ältere Anleitungen beschreiben. Typischerweise finden Sie darin:

  • eine Tabelle mit Ihren Beiträgen samt Titel, Datum und URL,
  • einen Ordner mit einer HTML-Datei pro Beitrag,
  • eine CSV-Datei mit den E-Mail-Adressen Ihrer Abonnenten.

Prüfen Sie dann jeden Teil:

  • Stimmt die Zahl der HTML-Dateien mit der Zahl Ihrer veröffentlichten Beiträge überein?
  • Enthalten bezahlte Beiträge den vollständigen Text und nicht nur die Vorschau?
  • Führt die Abonnenten-CSV alle auf, und zeigt sie an, wer zahlt?

Wenn Sie nur die Abonnentenliste brauchen: Der Abonnentenbereich Ihres Dashboards hat meist einen eigenen Export-Button, der direkt eine CSV-Datei herunterlädt. Bezahlte Abos laufen über Stripe. Die Zahlungsdaten liegen deshalb zusätzlich in Ihrem verbundenen Stripe-Konto.

Enthält der Substack-Export die Bilder?

Diese Lücke übergehen die meisten Anleitungen. Die exportierten HTML-Dateien wirken beim Öffnen oft vollständig. Die Bilder werden aber möglicherweise nur angezeigt, weil Ihr Browser sie im Hintergrund von den Bildservern von Substack lädt. Dann enthält der Export lediglich die Adressen Ihrer Bilder, nicht die Bilder selbst. Würde Substack sie eines Tages nicht mehr ausliefern oder würde Ihre Publikation gelöscht, öffneten sich diese Beiträge mit leeren Kästen.

Das lässt sich in zwei Minuten testen:

  1. Entpacken Sie den Export und öffnen Sie einen Beitrag mit vielen Bildern im Browser.
  2. Trennen Sie die Internetverbindung: WLAN aus oder Kabel ziehen.
  3. Laden Sie die Seite hart neu oder öffnen Sie einen anderen Beitrag, den Sie noch nicht angesehen haben.

Verschwinden die Bilder, hängt Ihr Backup davon ab, dass Substack online bleibt. Eine zweite Prüfmethode: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Bild, öffnen Sie es in einem neuen Tab und sehen Sie sich die Adresse an. Beginnt sie mit einer Substack-Domain statt mit einem lokalen Dateipfad, ist das Bild nicht in Ihrer ZIP-Datei.

Ähnlich verhält es sich mit Kommentaren. Prüfen Sie, ob Ihr Export sie enthält, denn die Angaben in Anleitungen widersprechen sich, und Substack hat das womöglich geändert. Finden Sie die Kommentare Ihrer Leserinnen und Leser nicht im Export, betrachten Sie sie als nicht gesichert.

Schritt 2: Die öffentliche Seite als Offline-ZIP mit lokalen Bildern sichern

Die zweite Hälfte des Backups ist eine vollständige Kopie Ihrer Publikation, so wie Besucher sie sehen. Dazu gehören:

  • die Startseite und die Archivseite,
  • jeder öffentliche Beitrag und die Über-Seite,
  • alle Bilder, Stylesheets und Schriften, lokal gespeichert.

Website Downloader erledigt das im Browser, Sie müssen also nichts installieren:

  1. Öffnen Sie das Download-Formular auf der Startseite.
  2. Fügen Sie die Adresse Ihrer Publikation ein, zum Beispiel ihrname.substack.com, oder Ihre eigene Domain, falls Sie eine nutzen.
  3. Starten Sie den Download und verfolgen Sie live, wie Seiten gefunden werden. Sie können den Tab schließen, der Crawl läuft auf dem Server weiter.
  4. Laden Sie die fertige ZIP-Datei herunter, entpacken Sie sie und öffnen Sie index.html.
Die Offline-Kopie ist eine Website zum Durchklicken: index.html und ein Ordner pro Seite. Bilder, Styles und Skripte liegen direkt daneben statt auf den Servern von Substack.

Wiederholen Sie jetzt den Offline-Test von oben. Trennen Sie die Verbindung, öffnen Sie einige Beiträge und prüfen Sie, ob Bilder, Layout und die Links zwischen den Beiträgen noch funktionieren. Fehlt etwas, erklärt der Artikel Heruntergeladene Website ohne Bilder und CSS die üblichen Ursachen.

Zwei Punkte sollten Sie in der Kopie kontrollieren:

  • Anzahl der Beiträge. Vergleichen Sie die Zahl der Beitragsordner mit der Beitragsliste aus Ihrem offiziellen Export. Die Archivseite von Substack lädt beim Scrollen weitere Beiträge nach. Sind ältere Beiträge nur über dieses Nachladen erreichbar, findet ein Crawler, der Links folgt, womöglich weniger davon. Fehlende Beiträge sind über den Text im offiziellen Export trotzdem abgedeckt, nur nicht in durchklickbarer Form.
  • Eigene Domain. Läuft Ihr Newsletter unter einer eigenen Domain, laden Sie diese Domain herunter. Das ist die Adresse, die Ihre Leser kennen und die Ihre Links verwenden.

Bezahlte Beiträge, Kommentare und Anmeldeformulare: was eine öffentliche Kopie nicht erfasst

Ein Crawl sieht genau das, was ein nicht angemeldeter Besucher sieht. Das hat klare Folgen:

  • Bezahlte Beiträge erscheinen nur bis zur Bezahlschranke. Seiten hinter einem Login werden nicht heruntergeladen. Der vollständige Text von Beiträgen nur für Abonnenten muss deshalb aus Ihrem offiziellen Export stammen.
  • Abonnieren-Buttons, Anmeldeformulare, Likes und neue Kommentare brauchen die Server von Substack. Sie erscheinen in der Kopie als Seitenelemente, funktionieren offline aber nicht.
  • Vorhandene Kommentare sind vielleicht enthalten, vielleicht nicht. Das hängt davon ab, ob die Seite sie als normales HTML ausliefert oder erst nach dem Öffnen per JavaScript nachlädt. Öffnen Sie in Ihrer Offline-Kopie einen Beitrag mit Kommentaren, dann sehen Sie, was Sie bekommen haben.
  • Die Suche der Seite funktioniert offline nicht.
Seiten, Bilder, Styles und Schriften bleiben in der Offline-Kopie erhalten. Alles, was die Server von Substack braucht, geht verloren: Login, Text hinter der Bezahlschranke, Suche und Anmeldeformulare.

Deshalb ergänzen sich die beiden Kopien:

  • Der Export enthält den Text hinter der Bezahlschranke und die Abonnenten.
  • Die Offline-ZIP enthält die eigenständigen Seiten mit lokalen Bildern und das Aussehen der Seite.

Bewahren Sie beide nebeneinander auf, am besten in einem Ordner, der das Datum des Backups im Namen trägt.

Von Substack zu Ghost oder WordPress umziehen und die URLs behalten

Substack-Beitragsadressen folgen dem Muster /p/beitrags-slug. Wenn Sie auf eine andere Plattform umziehen und Ihre alten Links nicht mehr funktionieren, verlieren Sie zweierlei: Ihre Suchmaschinen-Rankings und alle Links, die andere Websites auf Ihre Beiträge gesetzt haben. Wie viel Sie erhalten können, hängt von der Domain ab.

Ein Umzug führt vom alten Anbieter über ein vollständiges Backup zum neuen Anbieter. Behalten Sie die ZIP-Datei, bis jede alte URL korrekt weiterleitet.
  • Eigene Domain: Die Domain gehört Ihnen. Sie können sie auf die neue Plattform zeigen lassen und jede URL behalten oder weiterleiten. In WordPress bildet die benutzerdefinierte Permalink-Struktur /p/%postname%/ das Substack-Muster direkt nach. Ghost verwendet standardmäßig /beitrags-slug/. Dort haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie legen eine Weiterleitungsregel an, die /p/slug auf /slug/ umleitet. Oder Sie richten eigene Routen ein, damit die Beiträge unter /p/ bleiben.
  • substack.com-Subdomain: Die Adresse gehört Substack, und Sie können dort keine eigenen serverseitigen Weiterleitungen einrichten. Rechnen Sie damit, dass alte Links weiter zu Substack führen. Verlinken Sie in Ihren letzten Beiträgen gut sichtbar auf Ihre neue Adresse.

Für die Inhalte selbst bietet Ghost in seinen Migrationswerkzeugen einen Substack-Import. Für WordPress gibt es Importer und Plugins, die den Substack-Export einlesen. Prüfen Sie in beiden Fällen die importierten Beiträge auf Bilder. Verwies der Export nur auf die Bildserver von Substack, lädt die neue Seite die Bilder womöglich weiterhin von dort. Die Offline-ZIP aus Schritt 2 ist dann Ihre Ersatzquelle für die Originaldateien.

Nach dem Umzug können Sie auch von der neuen Seite eine statische Kopie anlegen. Anleitungen dazu finden Sie unter Ghost Blog als statische HTML exportieren und WordPress als HTML exportieren.

Große Newsletter und regelmäßige Backups

Jede Seite zählt zum Limit eines Downloads: Startseite, Archivseite, jeder Beitrag und Seiten wie die Über-Seite. Substack kann außerdem jedem Beitrag eine eigene Kommentarseite geben, die als zusätzliche Unterseite zählt.

Ein Newsletter mit einigen Dutzend Beiträgen passt oft in die 100 Unterseiten des Free-Tarifs. Er braucht kein Konto. Das Archiv wird aber nur 1 Tag aufbewahrt, laden Sie es also zügig herunter.

Für größere Publikationen finden Sie die Optionen auf der Preisseite:

SituationTarifUmfang
Kleiner Newsletter, einmaliges BackupFree100 Unterseiten, 1 Tag aufbewahrt
Ein großer Newsletter vor Umzug oder EinstellungSingle Site, Einmalzahlungbis zu 5000 Unterseiten und 2 GB, 30 Tage aufbewahrt
Regelmäßige Backups einer oder mehrerer PublikationenBasic oder Standard, monatlich2000 bzw. 5000 Unterseiten pro Download
Sehr große ArchivePremium, monatlich30000 Unterseiten pro Download

Der Tarif Single Site kostet einmalig 7,99 EUR für eine Website.

Wie oft sollten Sie sichern? Erstellen Sie nach jeweils einigen Beiträgen einen offiziellen Export und eine frische Offline-Kopie. Wenn Sie wöchentlich veröffentlichen, mindestens einmal im Monat. Sichern Sie außerdem beides vor jeder größeren Änderung, etwa vor einem Plattformwechsel, einem Domainwechsel oder einer Newsletter-Pause. Monatstarife sind jederzeit kündbar. Ein Tarif nur für die Monate rund um einen Umzug ist also eine Option. Details finden Sie auf der Funktionsseite und in den FAQ.

Ist ein Newsletter bereits aus dem Netz verschwunden, hilft ein Live-Crawl nicht mehr. Manchmal lässt sich eine Kopie aus Aufnahmen des Internet Archive mit dem Wayback Machine Downloader wiederherstellen. Die Anleitung Website aus der Wayback Machine wiederherstellen führt Schritt für Schritt durch den Vorgang.

FAQ

Wie exportiere ich meine Substack-Abonnentenliste?

Nutzen Sie den Abonnentenbereich Ihres Substack-Dashboards, der meist einen CSV-Export anbietet, oder den vollständigen Export unter Settings. Öffnen Sie die CSV-Datei und prüfen Sie, ob alle Abonnenten mit ihrem Status aufgeführt sind. Bewahren Sie die Datei sicher auf. Sie enthält personenbezogene Daten, die Ihre Leser Ihnen anvertraut haben.

Kann ich einen Substack-Newsletter sichern, den ich abonniert habe, aber nicht betreibe?

Sie können eine Offline-Kopie der öffentlichen Seiten anlegen. Bezahlte Beiträge bleiben hinter dem Login und werden nicht heruntergeladen, auch wenn Sie zahlender Abonnent sind. Eine Kopie zum privaten Lesen wird in der Regel anders bewertet als eine erneute Veröffentlichung. Die Regeln hängen vom Land und vom Einzelfall ab, mehr dazu im Artikel Ist es legal, eine Website herunterzuladen?. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt, bevor Sie fremde Texte öffentlich weiterverwenden.

Funktioniert das Backup bei Substack mit eigener Domain genauso?

Ja. Der offizielle Export ist identisch. Für die Offline-Kopie geben Sie Ihre eigene Domain statt der substack.com-Adresse ein. Eine eigene Domain macht es außerdem deutlich leichter, bei einem späteren Plattformwechsel Ihre URLs zu behalten.

Sind bezahlte Beiträge in meinem Backup enthalten?

In der öffentlichen Offline-Kopie nicht. Dort erscheinen bezahlte Beiträge nur bis zur Bezahlschranke. Der vollständige Text muss aus dem offiziellen Export stammen, den Sie als Betreiber erstellen. Öffnen Sie deshalb einige bezahlte Beiträge in diesem Export und prüfen Sie, ob sie vollständig sind.

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